Die Durchführung des Hadsch ist eine Pflichtpilgerfahrt, die von Gläubigen (Muslimen) durchgeführt wird, die über die materiellen und körperlichen Möglichkeiten verfügen, die heiligen Stätten Mekka und Medina zu besuchen.
Ende Januar 2027 schließt Saudi-Arabien die elektronische Plattform für die Registrierung von Pilgern, wonach es keine Möglichkeit mehr geben wird, ein Visum und eine Genehmigung für die Durchführung des Hadsch zu erhalten. Darüber berichtet die Geistliche Verwaltung der Muslime der Tschetschenischen Republik in ihrem Telegram-Kanal!
Zeitraum der Durchführung des Hadsch im Jahr 2027
Das Datum der Durchführung der Pilgerfahrt ändert sich jährlich aufgrund der Verwendung des muslimischen Kalenders namens «Hidschra».
Im Jahr 2027 wird der große Hadsch vom 10. Mai bis zum 20. Mai durchgeführt. (10.05.27 — 20.05.27)
Die Abflüge der muslimischen Pilger zum Hadsch zu den Preisen des Jahres 2027 erfolgen von Moskau, Sankt Petersburg, Kasan, Grosny, Machatschkala, Ufa, Jekaterinburg, Nowosibirsk, Nasran, Dagestan, Kostroma, Orenburg. Sie können eine Tour/Reise zum Hadsch über spezialisierte Quellen bestellen. Wir empfehlen, nur legale/offizielle Beförderer in Ihrem Land zu wählen.
Was für die Reise zum Hadsch im Jahr 2027 vorbereitet werden muss

Reisepass neuer Art, biometrisch (Gültigkeit mindestens 6 Monate)

Kopie des allgemeinen Reisepasses (Vorderseite und Seite mit Unterschrift)

2 farbige Fotos 4*6 auf weißem Hintergrund (Frau mit Kopftuch)

Ehepartner müssen eine Heiratsurkunde/Nikah haben (Original)

Für nicht-ethnische Muslime: Bescheinigung über die Annahme des Islam

COVID-19-Impfzertifikat und PCR-Test 72 Stunden vor dem Abflug

Medikamente (Antibiotikum, Aspirin, Tetracyclin usw.)

Geld (für Qurban ab 150$ und für persönliche Ausgaben)

Zusammenklappbare Matratze (wenn möglich)
Hadsch 2027 - Kosten der Tour ab Moskau
Preis der offiziellen Tour hängt vom Komfort des Aufenthalts in Mekka ab und wird unterteilt in:
ECONOMY ODER KOMFORT
- Standard-Buffet;
- Etwa 4 km zur Moschee;
- Hotel 3-4 Sterne.
Kosten: ab 4399 USD. (400 Tsd. Rubel) bis 5999 USD. (545 Tsd. Rubel)
LUXUS
- Luxus-Buffet;
- Unterbringung auf dem Gelände des Heiligtums;
- Hotel 5 Sterne.
Kosten: ab 6500-9000 USD (590 — 820 Tsd. Rubel)
Es gibt Reisen mit Kosten ab 10-12 Tsd. Dollar und höher, solche Optionen betrachten wir gar nicht.
*Ihren Reiseveranstalter können Sie im Internet finden
**auf der Website sind Durchschnittspreise des Jahres 2026 angegeben (es gibt auch Mindestpreise, aber in sehr begrenzter Anzahl, und ihr Preis steigt mit jedem Tag, da die Nachfrage nach niedrigen Preisen stets sehr hoch ist)
Die Kosten der Touren für das Jahr 2026 sind aufgrund der Aufhebung der meisten Maßnahmen und Beschränkungen gesunken, aber das Prinzip der Ausstellung der erforderlichen Dokumente für das Überschreiten der Grenze ist praktisch unverändert geblieben. Jetzt ist es einfacher, eine Tour zum Hadsch im Jahr 2026 zu kaufen! Die Erhöhung und deutliche Verbesserung des Lebensstandards in der Russischen Föderation im letzten Jahr hat die Anzahl der Besucher des heiligen Mekka stark beeinflusst, jetzt kann sich jeder Einwohner der reichsten Stadt Moskau eine jährliche Reise leisten!
Hadsch 2026-2027 - Kosten der Tour aus Kasachstan und den nächstgelegenen Ländern
Der Preis der Tour hängt vom Komfort des Aufenthalts in Mekka ab und wird unterteilt in:
STANDARD
- 2 Mahlzeiten pro Tag;
- Etwa 1 km zur Moschee;
- Hotel 4 Sterne (4-Bett-Zimmer);
- Dienstleistungen eines Reiseleiters und Hilfe bei der Ausstellung von Dokumenten sind inbegriffen!
LUXUS
- Buffet, 2-3 Mahlzeiten pro Tag;
- Unterbringung in 200-250 m vom Heiligtum;
- Hotel 5 Sterne (2-3-Bett-Zimmer);
- Dienstleistungen eines Reiseleiters und Hilfe bei der Ausstellung von Dokumenten sind inbegriffen!
Mindestkosten der Tour: ab 3000-4375$ (1,3 — 2 Mio. Tenge)
*Ihren Reiseveranstalter können Sie im Internet oder über den von uns oben angegebenen Link finden
**auf der Website sind Durchschnittspreise der Jahre 2025-2026 angegeben
Die Kosten des Hadsch im Jahr 2026-2027 aus Usbekistan, Tadschikistan, Armenien, Kirgisistan und den nächstgelegenen Ländern werden ab 3000 — 4000$ mit Unterbringung, Verpflegung und 12-14-tägigem Aufenthalt in der Nähe des Heiligtums beginnen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an lokale Reiseveranstalter. Es gibt auch private Beförderer, die eine Tour um 25-30% billiger als ein offizieller Reiseveranstalter durchführen können.
Zur Beachtung für den Pilger nach Mekka
Säulen des Haddsch und verpflichtende Handlungen
Vom 1. bis zum 8. Dhu al-Hiddscha
- Auf dem Weg nach Mekka: in den Ihram eintreten.
- Im Hotel in der Stadt Mekka unterkommen.
- Die al-Haram-Moschee besuchen.
- Die Moschee mit dem rechten Fuß betreten und ein Dua sprechen.
- Die Kaaba 7 Mal umrunden, das Gebet am Maqam verrichten.
- 7 Mal zwischen Safa und Marwa laufen, Zamzam trinken.
- Den Salon betreten und sich die Haare schneiden lassen.
- Die Pflichtgebete gemeinsam mit der Dschamaa verrichten.
- Ins Hotel zurückkehren, den Ihram ablegen und sich umkleiden.
Der 8. Dhu al-Hiddscha
- Nach Sonnenaufgang: Ihram, dann ins Tal Mina.
- Im Laufe des Tages: Gebete in der Dschamaa in Mina.
Der 9. Dhu al-Hiddscha
- Nach dem Morgengebet: zum Berg Arafat
- Mittags: Gebete in der Dschamaa in der Namira-Moschee
- Bittgebete, Dhikr sprechen und um Vergebung bitten.
- Nach dem Abendgebet: nach Muzdalifa aufbrechen.
Der 10. Dhu al-Hiddscha
- Nach dem Morgengebet: nach Mina begeben.
- 7 Steine auf die Dschamarat al-Aqaba werfen.
- Opferung (wenn Sie dies nicht anderen übertragen haben).
- Sich die Haare schneiden, den Ihram ablegen und sich in den Zelten umkleiden
- Nach al-Haram fahren, Tawaf und Sai durchführen
Der 11., 12., 13. Dhu al-Hiddscha
- Nach dem Mittagsgebet: die 3 Dschamarats besuchen.
- Vor der Abreise den Tawaf al-Wada durchführen
ERSTER TAG DES HADDsch
Der Haddsch beginnt mit dem 8. Dhu al-Hiddschaund, der den Namen «Tag von Tarwiyya» trägt». Nach Sonnenaufgang tritt der Pilger, der den Haddsch Tamattu, verrichtet, in den Zustand des Ihram ein. Zuvor vollzieht er dasselbe wie vor dem Ihram der Umra: Er nimmt die Ghusl vor, parfümiert sich mit Duftstoffen und verrichtet das Gebet. Dann legt er den Ihram an dem Ort an, an dem er wohnt oder sich aufhält. Was die Pilger betrifft, die den Haddsch Qiran und Ifrad verrichten, so treten sie nicht in den Zustand des Ihram ein, da sie ihn die ganze Zeit über nicht verlassen haben.
Übernachtung im Tal Mina.
Danach begeben sich die Pilger (die alle drei Arten des Haddsch verrichten) in das Tal Mina (1) (Die Übernachtung in Mina am Tag von Tarwiyya gehört zur Sunna und ist eine freiwillige Handlung), bis zum Eintritt der Zeit des Zuhr-Gebets (Mittagsgebet). In Mina werden die Gebete Zuhr, Asr (Nachmittagsgebet), Maghrib (Abendgebet) und Ischa (Nachtgebet) verrichtet, wobei die 4-Rakat-Gebete auf 2 Rakat verkürzt werden. Die Pilger übernachten in Mina, und am Morgen des 9. Dhu al-Hiddscha nach Verrichtung des Fadschr-Gebets (Morgengebet), begeben sie sich zum Berg Arafat. Diejenigen, die vor dem 8. Dhu al-Hiddscha, in Mina angekommen sind, treten hier nach Sonnenaufgang in den Ihram ein.
ZWEITER TAG DES HADDsch
Der zweite Tag des Haddsch wird Tag von Arafa genannt.
des 9. Dhu al-Hiddscha, nach dem Morgengebet warten die Pilger auf den Sonnenaufgang, danach begeben sie sich zum Berg Arafat (2) ruhig, ohne Hast und Gedränge, indem sie Dhikr (Gedenken an Allah) verrichten, den Koran lesen, die Worte der Talbiya sprechen, sie sprechen: «La ilaha illallah, Allahu akbar, Alhamdu lillah», und dem Herrn der Welten Dank erweisen.
Stehen auf Arafat
Das Stehen auf Arafat ist eine der verpflichtenden Säulen des Haddsch, ohne die der Haddsch ungültig ist. Wie der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte: «Der Haddsch ist Arafat». (Abu Dawud und at-Tirmidhi)
Der Tag von Arafat ist der beste der Tage, über denen die Sonne aufgegangen ist. An diesem großen Tag versammeln sich alle Pilger auf Arafat und stehen dort vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. In der Sammlung «Sahih» von Muslim wird ein Hadith von Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein!) überliefert, dass der Prophet (s.a.w.) sagte:
«Es gibt keinen Tag wie den Tag von Arafat, an dem Allah so viele Seiner Diener vom Feuer befreit. Und der Allmächtige steigt zum nächsten Himmel herab und rühmt sich vor Seinen Engeln und spricht: «Was wünschen diese (Meine Diener)?»“.
Es ist für den Pilger wünschenswert, sich nach Möglichkeit bei der Namira-Moschee vor dem Eintreffen des Zuhr-Gebets aufzuhalten, da dies eine Sunna ist. Während des Zuhr-Gebets wird ein Adhan und zwei Iqamas rezitiert (der Iqama wird unmittelbar vor Beginn jedes Pflichtgebets gesprochen).
Dann hält der Imam die Chutba (Predigt) mit Ermahnungen für die Menschen und verrichtet zusammen mit den übrigen Muslimen das Zuhr- und Asr-Gebet, wobei er sie zusammenlegt und jedes der Gebete auf zwei Rak'at verkürzt, so wie es der Prophet (s.a.w.) tat. Zusätzliche Gebete werden nach Belieben verrichtet. Da ein Teil der Moschee außerhalb der Grenzen des Berges Arafat liegt, sollte der Pilger nach dem Gebet sicherstellen, dass er sich tatsächlich innerhalb ihrer Grenzen befindet.
Es wird überliefert, dass ‘Urwa ibn Mudarris, möge der Allmächtige Allah mit ihm zufrieden sein, erzählte, dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:
«Wer an unserem Gebet in Muzdalifa teilnahm und mit uns stand, bis wir uns auf den Weg machten, und zuvor am Tag oder in der Nacht im Tal von Arafat stand, der hat den Haddsch vollzogen und seine Riten erfüllt.». (Ahmad, Abu Dawud, at-Tirmidhi, an-Nasai und Ibn Madscha)
Dies ist wichtig zu wissen:
- Am Tag von Arafat muss sich der Pilger bis zum Sonnenuntergang auf dem Gebiet des Berges Arafat befinden.
- Die Namira-Moschee befindet sich auf dem Gebiet des Berges Arafat, jedoch liegt ein Teil von ihr, nämlich die östliche Seite, außerhalb der Grenzen von Arafat. Daher muss der Pilger dies beachten und auf die Hinweisschilder innerhalb der Moschee achten.
Anmerkung: Der Tag von Arafat ist der wichtigste Tag des Haddsch. Daher müssen sich die Pilger vor jeglichen Fehlern hüten, die sie um den Lohn und die Belohnung für den Haddsch bringen könnten.
- Man sollte nicht außerhalb von Arafat haltmachen, dort bis zum Sonnenuntergang bleiben und sich vorzeitig zum Tal von Muzdalifa begeben. Wer so handelt, hat den Haddsch nicht vollzogen;
- Man darf Arafat nicht vor Sonnenuntergang verlassen. Dies ist verboten, da es dem Handeln des Propheten (s.a.w.) widerspricht;
- Es ist nicht erlaubt, Gedränge und Drängelei mit Gewaltanwendung zu verursachen, um auf den Berg Arafat (Dschabal ar-Rahmah) zu steigen und den Gipfel zu erreichen, Steine zum Zweck des Segens zu berühren und auf dem Gipfel des Berges ein Gebet zu verrichten.
- Ein großer Fehler ist es, das Gesicht während des Du'a in Richtung des Berges Arafat zu wenden.
Die Abschiedspredigt des Propheten (s.a.w.)
Am Tag des Opfers hielt der Prophet (s.a.w.) eine Predigt und sagte: «Wisst ihr, welcher Tag heute ist?» Die Menschen antworteten: «Allah und Seinem Gesandten ist dies besser bekannt!»
Er schwieg ein wenig, und die Gefährten dachten, er würde diesen Tag mit einem anderen Namen benennen, doch er fragte: «Ist dies nicht der Tag des Opfers?» Die Menschen antworteten: «Gewiss.» Er sagte: «Und welcher Monat ist jetzt?» Sie antworteten: «Allah und Seinem Gesandten ist dies besser bekannt!»
Er schwieg wieder ein wenig, und die Gefährten dachten, er würde diesen Monat mit einem anderen Namen benennen, doch er fragte: «Ist jetzt nicht der Monat Dhu l-Hiddscha?» Die Menschen sagten: «Gewiss.» Er sagte: «Und was ist das für eine Stadt?» Die Menschen antworteten: «Allah und Seinem Gesandten ist dies besser bekannt!»
Er schwieg wieder ein wenig, und die Gefährten dachten wieder, er würde diese Stadt mit einem anderen Namen benennen, doch er fragte: «Ist dies nicht die heilige Stadt?» Die Menschen sagten: «Gewiss.».
Da sagte er: «Wahrlich, euer Blut und euer Vermögen sind ebenso unantastbar und heilig wie dieser Tag, dieser Monat und dieses Land heilig sind, und sie bleiben unantastbar bis zu dem Tag, an dem ihr eurem Herrn begegnet. Habe ich euch die Botschaft übermittelt?» Die Menschen antworteten: «Ja.» Er rief aus: «O Allah, sei Zeuge! Und die Anwesenden sollen es denen mitteilen, die nicht anwesend waren, denn
es kann geschehen, dass ein Mensch, dem das Wissen übermittelt wird, es besser bewahren kann als derjenige, der es zum ersten Mal hörte…». (al-Buchari und Muslim)
Das Tal von Muzdalifa
des 9. Dhu al-Hiddscha Nach Sonnenuntergang begeben sich die Pilger zum Tal Muzdalifa (3).
Bei der Ankunft verrichten sie unverzüglich die Gebete Maghrib und Ischa, wobei sie das Ischa-Gebet zusammenlegen und verkürzen, mit einem Adhan und zwei Iqamas. Die Pilger bleiben über Nacht in Muzdalifa und sprechen häufig die Talbiya, gedenken Allahs und sind Ihm dankbar für die erwiesene Gnade und Wohltat bei der Vollziehung der Haddsch-Riten.
Häufig begangene Fehler in Muzdalifa:
- Man sollte nicht sofort nach der Ankunft in Muzdalifa die Steinchen sammeln, vor der Verrichtung der Gebete Maghrib und Ischa;
- Die Überzeugung, dass die Steinchen zum Werfen auf die Dschamarat ausschließlich in Muzdalifa gesammelt werden müssen;
- Das Waschen der Steinchen, die zum Werfen auf die Dschamarat bestimmt sind, da es keine authentischen Hadithe gibt, die belegen, dass der Prophet (s.a.w.) etwas Derartiges getan hat.
Richtige Handlungen in Muzdalifa
Das Übernachten in Muzdalifa und die Verrichtung des Morgengebets in diesem Tal ist eine Sunna. Frauen, schwachen Menschen, Kindern und den für sie Verantwortlichen ist es erlaubt, das Tal von Muzdalifa nach Mitternacht zu verlassen und sich zu den Zelten in Mina zu begeben.
DER DRITTE TAG DES HADDSCH
Gemäß der Sunna am 10. Tag des Dhu l-Hiddscha, ist es für den Pilger nach dem Morgengebet wünschenswert, sich in Muzdalifa beim Berg «al-Masch'ar al-Haram» aufzuhalten. Er sollte sich in Richtung der Qibla wenden, häufig Allahs gedenken, Ihn preisen und um das bitten, was er wünscht.
Dann begeben sich alle Pilger kurz vor Sonnenaufgang zum Tal von Mina, wo sie unterwegs sieben kleine Steinchen, etwa von der Größe eines Fingerglieds, sammeln, um sie auf Dschamarat al-Aqaba (4) zu werfen. Die übrigen Steinchen für die folgenden Tage werden in Mina gesammelt. So setzt der Pilger, die Talbiya sprechend, in Demut und im Gedenken an Allah, seinen Weg nach Mina fort.
«Es wird überliefert, dass Dschabir, möge der Allmächtige Allah mit ihm zufrieden sein, erzählte, dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) am Tag des Opfers die Steinchen vor dem Mittag warf, an den übrigen Tagen aber nach dem Mittag.» (Muslim)
Das Tal von Mina.
Das Werfen der Steinchen
a) Nach der Ankunft in Mina eilt der Pilger zu Dschamarat al-Aqaba, das sich in der Nähe von Mekka befindet. Bei der Annäherung an Dschamarat al-Aqaba wird die Talbiya beendet und der Pilger wirft gegen die Wand 7 Steinchen. Die Steinchen müssen einzeln nacheinander geworfen werden. Wenn man mehrere Steinchen auf einmal wirft, wird dies nur als ein Wurf gezählt. Außerdem ist es bei jedem Wurf wünschenswert, Allah mit den Worten zu preisen: «Allahu akbar».
Seien Sie wachsam und vorsichtig am 1. Tag der Dschamarats. Wenn Sie mit Ihrer Familie oder mit schwachen Menschen unterwegs sind, sollten Sie abwarten und
später zum Dschamarat aufbrechen. Denn zum Beginn der Öffnungszeit der Dschamarats sammelt sich dort die größte Anzahl von Menschen an. Nach dem Werfen der Steinchen in Dschamarat al-Aqaba beginnt der Pilger, den Allmächtigen zu preisen:
«Allahu akbar Allahu akbar Allahu akbar La ilaha illallahu Allahu akbar Allahu akbar wa lillahil-hamd».
Übersetzung: «Allah ist groß (dreimal), es gibt keine Gottheit außer Allah. Allah ist groß, Allah ist groß, und Ihm gehört alles Lob».
Opferung
b) Darbringung eines Opfertiers. Jeder, dem die Pflicht obliegt, ein Opfer darzubringen, muss eines der drei Opfertiere schlachten: ein Schaf, eine Kuh oder ein Kamel. Das Fleisch wird gegessen und an die Armen verteilt. Heute übernehmen einige Unternehmen die Pflicht des Schlachtens und Verteilens an die Bedürftigen, die Ihnen einen Scheck ausstellen und diesen Ritus an Ihrer Stelle vollziehen.
Der Tag der Opferung ist der erste Tag des Festes Eid al-Adha (Kurban Ait). Alle Muslime auf der Erde, im Osten und Westen, im Norden und Süden, und die Pilger in Mina begehen freudig das gesegnete Fest der Opferung, schlachten das Opfertier und nähern sich dadurch dem Allmächtigen Allah.
Rasieren oder Kürzen der Haare
c) Nachdem der Pilger am 10. Tag des Dhu al-Hiddscha das Werfen der Steinchen in Dschamarat al-Aqaba beendet hat, sollte er den Kopf rasieren oder die Haare kürzen. Das Rasieren ist jedoch vorzuziehen; was die Frau betrifft, so kürzt sie ihre Haare um die Länge eines Fingerglieds. Nach dem Rasieren des Kopfes legt der Muslim die beiden weißen Tücher ab, mit denen er bekleidet war, zieht Alltagskleidung an und tritt teilweise aus dem Ihram-Zustand heraus, wonach ihm alle Dinge erlaubt sind, außer der Intimität mit seiner Ehefrau.
Diese Reihenfolge ist vorzuziehen, obwohl es erlaubt ist, diese Riten auch in einer anderen Reihenfolge zu vollziehen.
Häufig gemachte Fehler beim Werfen der Steinchen:
- Die Überzeugung einiger Pilger, dass die Steinchen auf die Schaitane geworfen werden. Deshalb wird das Werfen von Schimpfen und Verfluchungen begleitet. In Wirklichkeit ist dies nicht so; in der Scharia dient der Ritus des Steinchenwerfens dem Gedenken an Allah.
- Wenn Menschen nicht auf die Hinweisschilder achten, gegen den Hauptstrom gehen und versuchen, alles schnell zu erledigen. Man darf kein Gepäck mit sich führen, das sich verstreuen kann und über das andere Menschen stolpern. Gerade diese Handlungen führen sehr häufig zu Gedränge, Gestöße und Tod, besonders auf der Brücke, auf der sich die Dschamarats befinden.
- Wenn Pilger große Steine, Schuhe, Stöcke und Ähnliches auf den Dschamarat werfen, was eine Übertreibung in der Religion ist, die von unserem Propheten (s.a.s.) verboten wurde. Der Pilger sollte Sanftmut und Freundlichkeit gegenüber seinen Brüdern zeigen und einen bequemen und sicheren Ort zum Werfen wählen. Das Treffen der Steinchen an der Wand ist nicht zwingend, es genügt, in den Brunnen zu treffen.
Tawaf al-Ifada (Tawaf al-Haddsch)
Tawaf al-Ifada ist eine der Säulen des Haddsch, ohne die letzterer unvollständig wäre. Nach dem Werfen der Steine in Dschamarat al-Aqaba am Morgen des Festtages begibt sich der Pilger к nach Mekka (5), um sieben Runden des Tawaf al-Ifada zu vollziehen, danach siebenmal Sa'i, falls er den Haddsch at-Tamattu vollzieht. Oder wenn er den Haddsch al-Ifrad und al-Qiran vollzieht, aber bei der Ankunft in Mekka nach dem Tawaf al-Qudum kein Sa'i für den Haddsch vollzogen hat. Der Tawaf al-Ifada kann aufgeschoben und nach der Rückkehr aus Mina am 4. Tag des Kurban Ait nach den Dschamarats vollzogen werden.
Nach dem Tawaf al-Ifada am Tag der Opferung sind dem Pilger die während des Ihram verbotenen Dinge erlaubt, bis hin zur Intimität mit der Ehefrau.
TAGE VON TASCHRIQ. 11.–13. Dhu al-Hiddscha
Die Tage von Taschriq beginnen mit dem Eintritt der Nacht des 11. Dhu al-Hiddscha und dauern bis zum 13. desselben Monats. D.h. die Tage von Taschriq sind der 4., 5., 6. Tag des Haddsch bzw. der 2., 3., 4. Tag des Kurban Ait.
- Nach dem Tawaf al-Ifada am Tag der Opferung kehrt der Pilger nach Mina zurück, um dort während der drei Tage von Taschriq zu übernachten.
- Oder er übernachtet in Mina nur zwei Nächte, wenn er es eilig hat.
Tage von Taschriq, Tagesablauf für 3 Tage:
- Verrichtung des Morgengebets mit der Dschama'a (möglich in Zelten, am besten jedoch in der Moschee)
- Häufiges Gedenken an Allah mittels Zikr und Du'a;
- Nach dem Mittag (wenn die Sonne den Zenit überschritten hat) Verrichtung des Zuhr-Gebets und Werfen der Steinchen auf alle drei Dschamarats. Dabei nicht vergessen, die Worte zu sprechen «Allahu akbar» bei jedem Wurf eines Steinchens. Es ist notwendig, die Riten ruhig zu vollziehen, ohne zu schimpfen, grob zu sein oder mit anderen zu streiten.;
- Wenn die Möglichkeit besteht, ist es wünschenswert, in die Stadt zu fahren und den Abend in der Masdschid al-Haram zu verbringen, indem man Tawaf sowie zusätzliche und Pflichtgebete verrichtet.
- Es ist auch erlaubt, in Mina nicht 3 Tage von Taschriq, sondern nur 2 zu übernachten.
«Gedenket Allahs in den gezählten Tagen (während der drei Tage von Taschriq). Wer es eilig hat und den Ritus in zwei Tagen abschließt, begeht keine Sünde. Und wer sich aufhält, begeht ebenfalls keine Sünde. Dies betrifft die Gottesfürchtigen. So fürchtet Allah und wisst, dass ihr zu Ihm versammelt werdet»(al-Baqara, 203).
Gemäß der Sunna sollte der Pilger nach dem Werfen der Steinchen in Dschamarat as-Sughra und al-Wusta, mit dem Gesicht zur Qibla gewandt und die Hände erhoben, den Allmächtigen um das bitten, was er wünscht. Was Dschamarat al-Aqaba betrifft, so hält man nach diesem nicht an und spricht kein Du'a;
Wer Mina einen Tag früher verlassen möchte, sollte am 12. Dhu al-Hiddscha nach dem Mittag die Steinchen auf die drei Dschamarats werfen. Dann Mina vor Sonnenuntergang verlassen. Wenn der Pilger es jedoch nicht rechtzeitig schafft, von hier abzureisen, ist er verpflichtet, bis zum 13. Dhu al-Hiddscha zur Übernachtung zu bleiben und am nächsten Tag die Steinchen auf die Dschamarats zu werfen. Und wer vorhatte, Mina zu verlassen, es aber aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen (z.B. Stau auf den Straßen) nicht rechtzeitig vor Sonnenuntergang geschafft hat, ist nicht verpflichtet, zur Übernachtung am 13. Dhu al-Hiddscha zu bleiben.
Tawaf al-Wada
Nach dem Verlassen von Mina begeben sich die Pilger zum gesegneten Mekka, um den Tawaf um die Kaaba zu vollziehen.
Tawaf al-Wada (Abschiedstawaf) gilt als der letzte der Haddsch-Rituale, der nach Abschluss aller Pflichtriten vollzogen wird. Vom Tawaf al-Wada sind nur Frauen mit Menstruation und Wochenbettblut befreit.
Der Prophet (s.a.s.) sagte: «Niemand von euch soll (aus Mekka) abreisen, bevor er den letzten Ritus am Haus (der Kaaba) vollzogen hat». (Al-Buchari und Muslim)
Tawaf al-Wada ist die letzte Pflichthandlung des Haddsch, die dem Pilger unmittelbar vor der Abreise in seine Heimat auferlegt wird.
Ratschläge für den Pilger:
- Sie können Zamzam in Mekka abfüllen, aber besser ist es, dies unmittelbar vor der Abreise in der Stadt Medina zu tun, falls das Programm Ihres Haddsch den Besuch dieser heiligen Stadt vorsieht.
- Nehmen Sie nicht zu viel Wasser mit, denn im Flugzeug gibt es Beschränkungen für das Gepäck; durch Überladung des Luftfahrzeugs setzen Sie sich und andere Menschen Gefahren aus. Daher empfehlen wir, bereits abgepackte Geschenkvarianten von Zamzam zu kaufen.
- Sivak sollte man möglichst in einer luftdichten Verpackung kaufen, da er darin seine nützlichen Eigenschaften besser bewahrt.
Ihram ist die erste Handlung der Rituale des Haddsch und der Umra; er bedeutet die Absicht einer Person, mit den Riten zu beginnen. Der Zeitpunkt des Eintritts in den Ihram für die Umra ist jede Zeit innerhalb des Jahres. Für den Haddsch gibt es bestimmte Monate: Schawwal, Dhu l-Qa'da und die ersten zehn Tage des Dhu l-Hiddscha.
Sowohl der Haddsch als auch die Umra beginnen mit dem Eintritt in den Ihram am Miqat.
Die Miqats — das sind die Stationen, an denen die Pilger den Ihram anlegen. Der Prophet (s.a.s.) bestimmte 5 Miqats, an denen diejenigen, die den Haddsch oder die Umra vollziehen, verpflichtet sind, in den Zustand des Ihram einzutreten: «Im Hadith wird überliefert, dass der Prophet (s.a.s.) als Ort des Eintritts in den Ihram für die Bewohner von Medina Dhu l-Hulaifa bestimmte, für die aus Syrien Anreisenden al-Dschuhfa, für die aus Nadschd Kommenden Qarn al-Manazil und für die Bewohner des Jemen Jalamlam. Diese Orte sind für sie bestimmt sowie für alle, die den Haddsch oder die kleine Pilgerfahrt vollziehen möchten, aber an die oben genannten Orte nicht aus den erwähnten Gebieten anreisen. Was aber diejenigen betrifft, die in der Nähe von Mekka wohnen, so beginnt ihre Pilgerfahrt dort, von wo sie sich auf den Weg machen, und deshalb müssen die Bewohner von Mekka in Mekka selbst in den Ihram eintreten.» (Al-Buchari und Muslim)
Die meisten Pilger aus Kasachstan reisen nach Mekka auf einer von drei Routen:
1. Das Flugzeug landet in der Stadt Dschidda (unweit von Mekka), und die Pilger begeben sich mit dem Bus zur Heiligen Stadt. Für sie ist der Ort des Eintritts in den Ihram der Miqat «Al-Dschuhfa», über den sie ohne Zwischenlandung fliegen, und deshalb müssen die Pilger den Ihram entweder noch im Flugzeug vor dem Überfliegen des Miqat oder noch früher anlegen. In den Zustand des Ihram treten sie jedoch erst dann ein, wenn das Flugzeug den Miqat überfliegt; gewöhnlich kündigt der Flugkapitän dies im Voraus an. «Al-Dschuhfa» ist der Miqat der Bewohner von Scham (Syrien, Jordanien, Palästina, Libanon), Marokkos, Ägyptens und der Pilger, die aus dieser Richtung anreisen. Er befindet sich in der Nähe der Stadt Rabigh, 183 km vom gesegneten Mekka entfernt.
2. Das Flugzeug landet in der Stadt Dschidda. Die Pilger fahren jedoch zunächst nicht nach Mekka, sondern nach Medina und kehren erst danach zur Heiligen Stadt zurück. Für sie ist der Ort des Eintritts in den Ihram der Miqat «Dhu l-Hulaifa». Dhu l-Hulaifa ist der Miqat der Bewohner von Medina und der Pilger, die aus dieser Richtung anreisen. Heute heißt dieser Ort «Abyar ‘Ali» und befindet sich am Stadtrand von Medina, 450 km vom gesegneten Mekka entfernt.
3. Die Pilger erreichen mit dem Flugzeug die Stadt Dubai (VAE) und fahren von dort mit dem Bus nach Mekka. Der Ort des Eintritts in den Ihram für diese Pilger ist der Miqat «Qarn al-Manazil»— der Miqat der Bewohner von Nadschd (zentrale und östliche Gebiete Saudi-Arabiens) und der Pilger, die aus dieser Richtung anreisen. Heute heißt dieser Ort «as-Sail al-Kabir» und befindet sich 75 km vom gesegneten Mekka entfernt.
Weitere Miqats:
4. «Jalamlam» — der Miqat der Bewohner des Jemen und der Pilger, die aus dieser Richtung anreisen. Heute heißt dieser Ort «as-Sa'diyya» und befindet sich 92 km vom gesegneten Mekka entfernt.
5. «Dhatu »Irq“: — der Miqat der Bewohner des Irak und der Pilger, die aus dieser Richtung anreisen. Er befindet sich 94 km vom gesegneten Mekka entfernt.
Die Bewohner von Mekka sowie diejenigen, die sich vorübergehend dort aufhalten, treten für den Haddsch in ihren Häusern in den Zustand des Ihram ein, für die Umra aber verlassen sie Mekka in das Gebiet namens Tan'im, wo sie in den Ihram eintreten.
Für die Bewohner von Dschidda, Mustaura, Badr und anderer Siedlungen, die zwischen Mekka und den Miqats liegen, dienen ihre Wohnstätten als Ort des Eintritts in den Ihram.
Jeder Pilger, der den Haddsch oder die Umra vollzieht, ist verpflichtet, bei Erreichen des Miqat in den Zustand des Ihram einzutreten.
Wenn jemand den Miqat passiert hat und absichtlich nicht in den Zustand des Ihram eingetreten ist, so ist er verpflichtet, zurückzukehren und den Ihram vom überschrittenen Ort aus anzulegen. Andernfalls obliegt ihm die Pflicht, in Mekka ein Schaf zu opfern und dort auch das Fleisch an die Armen zu verteilen.
Wenn derjenige, der den Haddsch oder die Umra vollzieht, an einem bestimmten Ort (Miqat) auf dem Landweg ankommt, ist das Erste, was er (nach Möglichkeit) tun muss, die Ghusl (Dusche) zu vollziehen und sich mit Duftstoffen zu salben. Danach sollte der Mann zwei weiße und saubere Stoffbahnen (Izar und Rida, mit denen die Taille umwickelt und die Schultern bedeckt werden) anlegen. Bei der Frau hingegen gibt es im Ihram keine bestimmte Kleidungsform; das Wichtigste in ihrer Kleidung ist die Bedeckung des Aurat, d.h. des gesamten Körpers außer Gesicht und Händen. Es ist ihr erlaubt, Kleidung jeder Farbe zu tragen: rot, grün, blau usw., jedoch nicht auffällig und nicht die Aufmerksamkeit der Umstehenden erregend.
Danach spricht der Pilger die Absicht für den Ihram aus:
Haddsch Tammattu: «Labbayka »Umratan Mutamatti'an biha ilal-Haddsch“
Haddsch Tammattu — das ist die Vollziehung der Umra und des Haddsch mit getrennten Ihram-Gewändern; derjenige, der den Haddsch vollzieht, legt den Ihram für die Umra an; nach deren Vollziehung tritt er aus dem Ihram aus und legt mit dem Beginn der Haddsch-Zeit erneut den Ihram für die Vollziehung des Haddsch an; bei dieser Art des Haddsch ist das Qurban (Opfer) Wadschib.
Haddsch Qiran: «Labbayka »Umratan wa Haddschan“
Haddsch Qiran — das ist die Vollziehung des Haddsch und der Umra in einem Ihram; beim Anlegen des Ihram fasst der Gläubige die Absicht sowohl für den Haddsch als auch für die Umra; zuerst vollzieht er die Umra und, ohne aus dem Ihram auszutreten, vollzieht er den Haddsch; für denjenigen, der den Haddsch Qiran vollzieht, ist das Qurban Wadschib.
Haddsch Ifrad: «Labbayka Haddschan».
Das ist die Vollziehung des Haddsch ohne Umra; derjenige, der den Haddsch vollzieht, fasst nach dem Anlegen des Ihram die Absicht nur für den Haddsch und erfüllt nur die Pflichten des Haddsch; für denjenigen, der den Haddsch Ifrad vollzieht, ist das Qurban nicht Wadschib.
Falls die Umra vollzogen wird: «Labbayka »Umratan“
Handlungen, die vor dem Eintritt in den Ihram vollzogen werden:
- Man sollte die Nägel und den Schnurrbart schneiden sowie die Haare in den Achselhöhlen und im Schambereich entfernen;
- Die vollständige Waschung vollziehen, sofern dafür die Möglichkeit besteht;
- Der Mann legt seine gesamte (mit Fäden genähte) Kleidung vollständig ab und legt das Ihram-Gewand an;
- Die Frau darf weder Parandscha noch Niqab (Schleier) noch Handschuhe tragen. Es ist ihr jedoch erlaubt, ihr Gesicht vor fremden Männern mit dem Rand eines Kopftuchs zu bedecken. Es ist ihr ebenfalls gestattet, Duftstoffe zu verwenden, jedoch nur in geringen Mengen, sodass die Umstehenden ihren Duft nicht wahrnehmen;
- Nach der Ghusl salbt der Mann nach Möglichkeit seinen Körper mit Duftstoffen, trägt diese jedoch nicht auf die Ihram-Gewänder auf;
- Nach Erfüllung des oben Genannten fasst der Muslim die Absicht für eine bestimmte Art der Pilgerfahrt. Diese Absicht ist der Eintritt in den Zustand des Ihram. Wenn die Zeit des Pflichtgebets gekommen ist, ist es besser, den Eintritt in den Zustand des Ihram nach dem Gebet zu beabsichtigen. Zu anderer Zeit kann man nach dem Ihram zwei Rak'at Gebet verrichten, wie nach der kleinen Waschung.
Talbiya
Was den Luft- oder Seeweg der Ankunft betrifft, so verkündet gewöhnlich der Kapitän des Schiffes den Pilgern die Annäherung an die Grenze des Miqat. Danach legen die Menschen den Ihram an, und bei Erreichen des Miqat sprechen sie eines der oben genannten Worte der Absicht aus und wiederholen häufig die Worte der Talbiya. Es ist dem Pilger jedoch erlaubt, die Ihram-Kleidung in seinem eigenen Land anzulegen; in diesem Fall gilt sein Eintritt in den Hadsch als der Moment, in dem das Transportmittel die Grenze des Miqat passiert, woraufhin der Pilger beginnt, die Worte der Talbiya zu sprechen.
Die Worte der Talbiya werden nur von Männern laut ausgesprochen:
«Labbaykallahumma labbayk, labbayka la sharika laka labbayk, innal-hamda, wan-ni'mata laka wal-mulk, la sharika lak».
Übersetzung:«Hier bin ich vor Dir, o Allah, hier bin ich vor Dir! Du hast keinen Teilhaber, hier bin ich vor Dir! Wahrlich, alles Lob, alle Gnade und alle Herrschaft gehören Dir, Du hast keinen Teilhaber».
Die Zeit der Talbiya für den Hadsch: Vom Moment des Eintritts in den Ihram bis zum Beginn des Steinwerfens bei Jamrat al-'Aqaba am Festtag.
Für die Umra: Vom Moment des Eintritts in den Ihram bis zum Beginn des Tawaf.
Im Ihram ist verboten:
- Das Entfernen der eigenen Haare oder Nägel. Es ist nichts einzuwenden, wenn eine Person dies aus Vergesslichkeit oder Unwissenheit getan hat, oder wenn die Haare von selbst ausgefallen sind, ohne Absicht;
- Demjenigen, der sich im Ihram befindet, ist es verboten, jegliches Parfüm zu verwenden, das auf den Körper oder die Kleidung aufgetragen wird. Es ist nichts verwerflich daran, dass der Duft des Parfüms verbleibt, das vor dem Eintritt in den Ihram-Zustand auf den Körper aufgetragen wurde; falls jedoch Parfüm auf die Kleidung gelangt ist, so ist es abzuwaschen;
- Dem Muslim ist es auf dem Gebiet von al-Haram (in Mekka und Medina) verboten, Landtiere zu jagen oder bei der Jagd zu helfen; dies gilt für alle: Männer und Frauen, ob sie sich im Ihram-Zustand befinden oder nicht;
- Dem Muslim ist es auf dem Gebiet von al-Haram (in Mekka und Medina) verboten, Bäume zu fällen und wild wachsendes grünes Gras zu pflücken. Dies gilt für alle: Männer und Frauen, ob sie sich im Ihram-Zustand befinden oder nicht;
- Männern und Frauen, ob sie sich im Ihram-Zustand befinden oder nicht, ist es auf dem Gebiet von Mekka und Medina verboten, verlorenes Geld, Gold, Silber und andere Gegenstände aufzusammeln, es sei denn, um den Fund bekannt zu machen, mit der Absicht, den Eigentümer zu finden; Der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte: «Man darf (im Ihram) kein Hemd, keinen Turban, keine Hose, keine Kleidung, die den Körper zusammen mit dem Kopf bedeckt, und keine Schuhe tragen, die die Füße vollständig bedecken. Wenn der Pilger keine Sandalen findet, so soll er Lederschuhe anziehen, nachdem er sie unterhalb der Knöchel abgeschnitten hat. Tragt auch keine Kleidung, die mit Safran oder Gelbholz gefärbt ist». (Al-Buchari und Muslim)
- Denjenigen, die sich im Ihram befinden, ist es verboten, sich zu verloben oder zu heiraten. Ebenso verboten sind Berührungen der Ehefrau mit Verlangen und sexuelle Intimität. Darauf weist der Hadith von Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein!) hin, dass der Prophet (s.a.w.) sagte: «Derjenige, der sich im Ihram befindet, heiratet nicht, verheiratet nicht und verlobt sich nicht» (Muslim).
- Der Frau im Ihram ist es verboten, Handschuhe zu tragen, das Gesicht mit einer Burka oder einem Niqab zu bedecken. Sie darf sich jedoch mit etwas bedecken, beispielsweise mit dem Rand eines Kopftuchs, wenn sie sich in der Nähe fremder Männer befindet;
- Dem Mann, der sich im Ihram befindet, ist es verboten, den Kopf mit einer Kappe, einem Turban, einem Umhang usw. zu bedecken. Falls dies aus Vergesslichkeit oder Unwissenheit geschehen ist, so ist der Pilger verpflichtet, die Kopfbedeckung abzunehmen, sobald er sich erinnert oder von dem Fehler erfährt. Sühnehandlungen sind von ihm nicht erforderlich;
- Demjenigen, der sich im Ihram befindet, ist es verboten, genähte Kleidung zu tragen, beispielsweise: Hemd, Hose, Schuhe, Unterwäsche usw. Falls eine Person keinen Izar (ein Stück Stoff, das um den unteren Teil des Körpers gewickelt wird) hat, so ist es ihm erlaubt, eine Hose zu tragen. Und derjenige, der keine Sandalen gefunden hat, darf Schuhe tragen.
Während des Ihram sind folgende Dinge erlaubt:
- Eine Uhr tragen;
- Hörgeräte oder Kopfhörer verwenden;
- Ringe tragen;
- Sandalen tragen;
- Eine Brille tragen;
- Einen Gürtel umbinden;
- Sich im Schatten eines Schirms aufhalten;
- Sich unter dem Dach eines Autos aufhalten;
- Gepäck auf dem Kopf tragen;
- Ein Bett auf dem Kopf tragen;
- Eine Wunde mit einem Verband umwickeln, die Ihram-Kleidung wechseln und sie waschen;
- Den Kopf waschen und duschen;
Falls derjenige, der sich im Ihram befindet, aus Vergesslichkeit oder Unwissenheit den Kopf bedeckt, so ist dies nichts Verwerfliches; jedoch ist er verpflichtet, die Kopfbedeckung abzunehmen, sobald er sich daran erinnert oder ihm sein Fehler erklärt wird.
Das rituelle Stehen im Tal von Arafat ist eine der obligatorischen Säulen des Hadsch, ohne die letzterer nicht gültig ist. Wie der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte: «Der Haddsch ist Arafat». (Abu Dawud und at-Tirmidhi)
Der Tag von Arafat ist der beste der Tage, über denen die Sonne aufgegangen ist. An diesem großen Tag versammeln sich alle Pilger in Arafat und stehen hier vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. In der Sammlung «Sahih» von Muslim wird ein Hadith von Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein!) überliefert, dass der Prophet (s.a.w.) sagte:
«Es gibt keinen Tag wie den Tag von Arafat, an dem Allah so viele Seiner Diener vom Feuer befreit. Und der Allmächtige steigt zum nächsten Himmel herab und rühmt sich vor Seinen Engeln und spricht: «Was wünschen diese (Meine Diener)?»“.
Es ist für den Pilger wünschenswert, sich nach Möglichkeit aufzuhalten bei der Namira-Moschee vor dem Eintreten des Zuhr-Gebets, da dies eine Sunna ist. Während des Zuhr-Gebets wird ein Adhan und zwei Iqama rezitiert (das Iqama wird unmittelbar vor Beginn jedes Pflichtgebets gesprochen). Dann hält der Imam eine Chutba (Predigt) mit Ermahnungen für die Menschen und verrichtet zusammen mit den übrigen Muslimen das Zuhr- und Asr-Gebet, indem er sie zusammenlegt und jedes der Gebete auf zwei Rak'at verkürzt, so wie es der Prophet (s.a.w.) tat. Zusätzliche Gebete werden nach Wunsch verrichtet. Da ein Teil der Moschee außerhalb der Grenzen des Berges Arafat liegt, sollte der Pilger nach dem Gebet sicherstellen, dass er sich tatsächlich innerhalb ihrer Grenzen befindet.
Es wird überliefert, dass ‘Urwa ibn Mudarris, möge der Allmächtige Allah mit ihm zufrieden sein, erzählte, dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:
«Wer an unserem Gebet in Muzdalifa teilnahm und mit uns stand, bis wir uns auf den Weg machten, und zuvor am Tag oder in der Nacht im Tal von Arafat stand, der hat den Haddsch vollzogen und seine Riten erfüllt.». (Ahmad, Abu Dawud, at-Tirmidhi, an-Nasai und Ibn Madscha)
DIES IST WICHTIG ZU WISSEN:
- Am Tag von Arafat muss sich der Pilger auf dem Gebiet des Berges Arafat aufhalten bis zum Sonnenuntergang.
- Die Namira-Moschee befindet sich auf dem Gebiet des Berges Arafat, jedoch liegt ein Teil von ihr, und zwar die östliche Seite, außerhalb der Grenzen von Arafat. Daher muss der Pilger dies bedenken und auf die Hinweisschilder innerhalb der Moschee achten. Anmerkung: Der Tag von Arafat ist der wichtigste Tag des Haddsch. Daher müssen sich die Pilger vor jeglichen Fehlern hüten, die sie um den Lohn und die Belohnung für den Haddsch bringen könnten.
- Man sollte nicht außerhalb von Arafat haltmachen, sich dort bis zum Sonnenuntergang aufhalten und sich vorzeitig zum Tal von Muzdalifa begeben. Wer so handelt, der hat den Hadsch nicht vollzogen;
- Man darf Arafat nicht verlassen vor Sonnenuntergang. Dies ist verboten, da es den Handlungen des Propheten (s.a.w.) widerspricht;
- Es ist nicht erlaubt, Gedränge und Drängelei mit Gewaltanwendung zu verursachen, um auf den Berg Arafat (Dschabal ar-Rahmah) zu steigen und den Gipfel zu erreichen, Steine zum Zweck des Segens zu berühren und auf dem Gipfel des Berges ein Gebet zu verrichten.
- Ein großer Fehler ist es, das Gesicht während des Du'a in Richtung des Berges Arafat zu wenden.
Die Abschiedspredigt des Propheten (s.a.w.)
Am Tag des Opfers hielt der Prophet (s.a.w.) eine Predigt und sagte: «Wisst ihr, welcher Tag heute ist?» Die Menschen antworteten: «Allah und Seinem Gesandten ist dies besser bekannt!»
Er schwieg ein wenig, und die Gefährten dachten, dass er diesen Tag mit einem anderen Namen benennen würde, doch er fragte: «Ist dies nicht der Tag des Opfers?» Die Menschen antworteten: «Gewiss.».
Er sagte: «Und welcher Monat ist jetzt?» Sie antworteten: «Allah und Seinem Gesandten ist dies besser bekannt!» Er schwieg erneut ein wenig, und die Gefährten dachten, dass er diesen Monat mit einem anderen Namen benennen würde, doch er fragte: «Ist jetzt nicht der Monat Zu-l-Hiddscha?»Die Menschen sagten: «Gewiss.».
Er sagte: «Und was ist das für eine Stadt?» Die Menschen antworteten: «Allah und Seinem Gesandten ist dies besser bekannt!» Er schwieg erneut ein wenig, und die Gefährten dachten wiederum, dass er diese Stadt mit einem anderen Namen benennen würde, doch er fragte: «Ist dies nicht die heilige Stadt?»Die Menschen sagten: «Gewiss.».
Da sagte er: «Wahrlich, euer Blut und euer Vermögen sind ebenso unantastbar und heilig wie dieser Tag, dieser Monat und dieses Land heilig sind, und sie bleiben unantastbar bis zu dem Tag, an dem ihr eurem Herrn begegnet. Habe ich euch die Botschaft übermittelt?» Die Menschen antworteten: «Ja.» Er rief aus: «O Allah, sei Zeuge! Und die Anwesenden sollen es denen mitteilen, die abwesend waren, denn es kann geschehen, dass ein Mensch, dem das Wissen übermittelt wird, es besser bewahren kann als derjenige, der es als Erster gehört hat…». (al-Buchari und Muslim)
Tawaf kann wie das Gebet beliebig oft verrichtet werden, jedoch nur in 7 Runden. Während des Haddsch müssen die Menschen mindestens drei Arten des Tawaf verrichten:
1. Tawaf al-Qudum. Die erste Umrundung der Kaaba, die die Pilger nach ihrer Ankunft in Mekka verrichten.
2. Tawaf al-Ifada. Der verpflichtende Tawaf des Haddsch, der nach Dschamarat al-Aqaba (am 10. Tag des Zu-l-Hiddscha) verrichtet wird.
3. Tawaf al-Wada. Der Abschieds-Tawaf — dies ist die letzte verpflichtende Handlung des Haddsch.
Tawaf al-Qudum (Umrundung der Kaaba)
Sowohl der Haddsch als auch die Umra beginnen mit dem Eintritt in den Ihram am Miqat. Derjenige, der die Umra verrichtet, muss die Worte der Talbiya sprechen, beginnend vom Miqat, bis er die Kaaba erblickt.
Bei der Ankunft des Pilgers in dem gesegneten Mekka ist es für ihn wünschenswert, eine vollständige Waschung vorzunehmen. Danach begibt er sich zur Heiligen Moschee, um die Riten der Umra zu vollziehen. Die Moschee soll man mit dem rechten Fuß betreten und dabei folgende Worte sprechen:
«A’uzu billahil-‘azim, wa bi-wadschhihil-karim, wa sultanihil-qadim, minasch-schaitanir-radschim. Bismillahi, was-salatu was-salamu ‘ala rasulillah. Allahummaf-tahli abwaba rahmatik».
Übersetzung: «Ich suche Zuflucht beim Großen Allah und Seinem edlen Antlitz und Seiner ewigen Macht vor dem gesteinigten Schaitan. Im Namen Allahs, Friede und Segen auf den Gesandten Allahs. O Allah! Öffne mir die Türen Deiner Barmherzigkeit.».
Die vollständige Waschung vor dem Aufbruch zur Moschee ist nicht verpflichtend.
Danach begibt sich der Pilger zur Kaaba und beginnt den Tawaf.
Für Männer, die die Umra oder den Tawaf al-Qudum verrichten, ist es Sunna, die rechte Schulter zu entblößen. Dazu wird die Mitte des Rida-Umhangs unter die rechte Achselhöhle gelegt und die Ränder über die linke Schulter geworfen.
Daraufhin beginnt derjenige, der die Umra verrichtet, die siebenfache Umrundung der Kaaba. Jede Runde beginnt am Schwarzen Stein mit den Worten: «Bismillahi, Allahu akbar» und endet an ihm.
Gemäß der Sunna nähern sich die Pilger nach Möglichkeit dem Schwarzen Stein, berühren ihn mit den Händen oder küssen ihn, jedoch unter der Bedingung, dass dies den Umstehenden nicht schadet, das Gedränge nicht verstärkt, keine Beschimpfungen, kein Gedränge und dergleichen hervorruft. Ein solches Verhalten gilt als großer Fehler. Es genügt, aus der Ferne mit der rechten Hand auf den Schwarzen Stein zu zeigen mit den Worten «Allahu akbar», ohne lange im Weg der Menschen stehen zu bleiben. Denn es ist streng verboten, anderen Schaden zuzufügen und Unordnung und Chaos auf dem Gebiet al-Harams zu verursachen, und weil der Tawaf dasselbe Gebet ist, bei dem alle dieselben Bedingungen eingehalten werden müssen, mit der Ausnahme, dass man während seiner Verrichtung sprechen darf, sollten die Gläubigen die Umrundung in Sanftmut vollziehen, ohne irgendeine auch nur geringste Grobheit zu zeigen. Wenn der Pilger die jemenitische Ecke erreicht, soll er, wenn möglich, sie mit der rechten Hand berühren, ohne sie zu küssen. In dem Abschnitt zwischen der jemenitischen Ecke und dem Schwarzen Stein soll man in jeder Runde gemäß der Sunna lesen:
«Rabbana atina fid dunya hasanatau wa fil akhirati hasanatau wa qina »azabannar“
Übersetzung: «Unser Herr! Schenke uns Gutes in dieser Welt und Gutes im Jenseits und schütze uns vor den Qualen im Feuer.».
In dieser Form werden die sieben Runden des Tawaf verrichtet. Gemäß der Sunna beschleunigen Männer in den ersten drei Runden leicht ihre Schritte bei der Verrichtung des Tawaf al-Qudum (der erste Tawaf des Haddsch).
Nach Abschluss des Tawaf:
1. Muss man die rechte Schulter bedecken (für Männer).
2. Ein Gebet mit zwei Rak’a hinter dem Maqam Ibrahim verrichten, was Sunna ist.
Wenn es schwierig ist, das Gebet hinter dem Maqam zu verrichten, kann man es an jedem anderen Ort der Moschee verrichten. Im ersten Rak’a ist es nach der Sure «al-Fatiha» wünschenswert, die Sure «al-Kafirun» zu lesen. Im zweiten Rak’a ist es nach der Sure «al-Fatiha» wünschenswert, die Sure «al-Ichlas» zu lesen. Es ist erlaubt, wenn diese beiden Suren durch andere ersetzt werden.
Sure «al-Kafirun»
Bismillahir-Rahmanir-Rahim
Qul ya ayyuhal-kafirun. La a’budu ma
ta’budun. Wa la antum ‘abiduna ma a’bud. Wa
la ana ‘abidum ma ‘abattum. Wa la antum
‘abiduna ma a’bud. Lakum dinukum wa liya din.
Sure «al-Ichlas»
Bismillahir-Rahmanir-Rahim
Qul huwallahu ahad. Allahus-Samad.
Лям йалид ва лям йуляд, ва лям йакуль-ляху
куфуван ахад.
Fehler bei der Durchführung des Tawaf
1. Einige Pilger umrunden die Kaaba von der Innenseite des Hijr (der halbkreisförmigen Mauer bei der Kaaba). Dies ist ein Fehler, da der Hijr Teil der Kaaba ist und der Tawaf außerhalb von ihm durchgeführt werden muss, nicht von seiner Innenseite.
2. Das Berühren und Abwischen aller Ecken der Kaaba, ihrer Wände, ihrer Bedeckung, ihrer Tür und des Maqam Ibrahim, Friede sei mit ihm. All diese Handlungen sind verboten, da sie zur Kategorie der Neuerungen gehören, die keine Grundlage in der Scharia haben und die der Prophet (s.a.w.) nicht praktiziert hat.
3. Die Teilnahme von Frauen am Gedränge, bei dem sie mit fremden Männern in Berührung kommen. Dies geschieht hauptsächlich während des Tawaf, am Schwarzen Stein oder am Maqam Ibrahim. Daher muss man sich von großen Menschenansammlungen fernhalten.
«Wahrlich, as-Safa und al-Marwa gehören zu den rituellen Zeichen Allahs. Wer die Hadsch zur Kaaba oder die kleine Pilgerfahrt vollzieht, begeht keine Sünde, wenn er zwischen ihnen hin- und hergeht. Und wenn jemand freiwillig eine gute Tat vollbringt, so ist Allah wahrlich Dankbar, Allwissend» (Koran 2:158)
1. Sa'i ist das siebenmalige Gehen zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa, die sich innerhalb der al-Haram-Moschee befinden.
2. Die Entfernung zwischen den beiden Hügeln = 450 m.
3. Männer gehen, sobald sie die grünen Lichter erreichen, zum Laufschritt über bis zu den nächsten grünen Lichtern, wonach sie im normalen Schritt weitergehen.
4. Während der Hadsch Tamattu' wird Sa'i zweimal durchgeführt. Einmal für die Umra (am ersten Tag der Ankunft, nach dem Tawaf Qudum), das andere Mal für die Hadsch selbst (am 10. Tag des Dhu al-Hijjah nach dem Tawaf Ifada).
5. Während der Hadsch Qiran wird Sa'i nur einmal für Umra und Hadsch zusammen durchgeführt (am ersten Tag der Ankunft, nach dem Tawaf Qudum oder am 10. Tag des Dhu al-Hijjah nach dem Tawaf Ifrada)
6. Während der Hadsch Ifrad wird Sa'i ebenfalls nur einmal für Umra und Hadsch zusammen durchgeführt (am ersten Tag der Ankunft oder am 10. Tag des Dhu al-Hijjah)
Safa
Nach Beendigung des Tawaf begibt sich der Pilger zur Safa, um die sieben Gänge zwischen den Hügeln durchzuführen. Beim Nähern an die Safa spricht er: «Ich beginne mit dem, womit Allah begonnen hat» und zitiert den Vers:
«Innas-sofa wal maruata min scha'airillah».
Dann steigt er auf die Safa, stellt sich auf sie und wendet sich mit dem Gesicht zur Kaaba, preist Allah dreimal: «Alhamdu lillah» und verherrlicht Ihn: «Allahu akbar», und mit erhobenen Händen macht er Du'a (ruft an):
«La ilaha illallahu wahdahu la scharika lah. Lahul mulku wa lahul hamdu wa huwa »ala kulli schai'in qadir. La ilaha illallahu wahdahu andschasa wa'dahu wa nasara 'abdahu wa hasamal ahsaba wahdahu".
Übersetzung: «Es gibt keine Gottheit außer Allah, dem Einzigen, der keinen Partner hat. Ihm gehört die Herrschaft und alles Lob, und Er ist über alle Dinge mächtig. Es gibt keine Gottheit außer Allah, dem Einzigen, der Sein Versprechen erfüllt, Seinem Diener den Sieg verliehen und die Stämme vernichtet hat.».
(diese Worte werden dreimal wiederholt)
Zwischen diesen Worten bittet der Pilger den Allmächtigen um das, was er wünscht, und wenn die Bitte kürzer als die angegebene Form ist, ist dies erlaubt. Die Hände werden nur beim Du'a erhoben, bei den Worten »Allahu akbar» sollten sie nicht erhoben werden. Ein häufiger Fehler der Pilger ist das Zeigen mit beiden Händen in Richtung der Kaaba. Danach steigt der Pilger von der Safa herab und bewegt sich in Richtung Marwa im normalen Schritt; in diesem Moment macht der Pilger Du'a für sich selbst, seine Familie und andere Muslime.
Männer gehen, sobald sie die grünen Lichter erreichen, zum Laufschritt über bis zu den nächsten grünen Lichtern, wonach sie im normalen Schritt weitergehen.
Marwa
Nach Erreichen der Marwa wendet sich der Pilger zur Kaaba und spricht dieselben Worte wie auf der Safa, mit Ausnahme des Verses. Er macht Du'a, um was er wünscht, und begibt sich zur Safa. Jedes Mal, wenn Männer sich den grünen Lichtern nähern, müssen sie ihren Schritt bis zu den nächsten Lichtern beschleunigen. Auf der Safa werden dieselben Handlungen wiederholt. Das Zurücklegen der Strecke von der Safa zur Marwa wird als ein Kreis des Sa'i gezählt. In dieser Form sollten sieben Kreise des Sa'i durchgeführt werden.
Einem Pilger, der Sa'i zu Fuß begonnen hat, ist es erlaubt, es auf einem Wagen zu beenden, wenn er körperliches Unwohlsein oder Schmerzen verspürt, die es ihm nicht ermöglichen, sich selbstständig weiterzubewegen.
Nach dem Sa'i rasiert oder kürzt derjenige, der die Umra vollzieht, die Haare auf dem Kopf (das Rasieren der Haare ist vorzuziehen). Die Haare sollten gleichmäßig auf dem gesamten Kopf geschnitten werden. Eine Frau kürzt die Haare um die Länge eines Fingerglieds.
Damit sind die Rituale der Umra abgeschlossen und für den Pilger werden die Handlungen erlaubt, die während des Ihram verboten waren.
Anmerkung: Frauen während der Menstruation oder des Wochenbetts ist es erlaubt, Sa'i durchzuführen, da dieser Bereich nicht zur Verbotenen Moschee gehört. Jedoch dürfen weder sie noch andere Frauen während des Sa'i rennen.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Der teuerste Ausgabenposten sind der Flug, die Hotelunterkunft, der Transfer, die Leistungen der empfangenden Seite sowie die Zelte in Mina, in denen die Pilger mehrere Tage verbringen.
Saudi-Arabien hat außerdem eine obligatorische Steuer auf alle Dienstleistungen eingeführt.
Das Bekenntnis zum Islam ist verpflichtend, da einem Nichtmuslim oder Kafir die Durchführung von Hadsch und Umra untersagt ist. Die Durchführung von Hadsch und Umra ist einem Muslim untersagt, der vom wahren Glauben des Islam abgefallen ist (Murtad).
Eine kostenlose Hadsch kann nur ein Wakil al-Hadsch durchführen. So bezeichnet man eine Person, die bereits selbst die große Pilgerfahrt unternommen hat, aber bereit ist, eine solche Reise zu den heiligen Stätten der Stadt Mekka noch einmal für eine andere Person zu unternehmen.
Jeder Einwohner der Russischen Föderation kann sich eine jährliche Reise leisten, und es ergibt keinen Sinn, um einen kostenlosen Reisegutschein zu bitten. Das Lebensniveau eines gewöhnlichen Einwohners ist nach Angaben der Regierung für 2026 viel höher als je zuvor!











