Der Naturpark Scharaan blickt auf eine 3000-jährige Geschichte zurück, erstreckt sich über eine Fläche von 1500 km² und unterliegt der von der Königlichen Kommission der Stadt initiierten «Al-Ula-Vision», die darauf abzielt, die Region verantwortungsvoll umzugestalten, um ihr Natur- und Kulturerbe zu bewahren und zu schützen.
Dazu gehört die Erweiterung des Zuchtprogramms; im Reservat streifen zahlreiche Arten umher, darunter Nubische Steinböcke, Rothalsstrauße, Idmi-Gazellen, vom Aussterben bedrohte Arabische Wölfe und Großohrige Rotfüchse sowie an erster Stelle der Arabische Leopard.
Die Einfuhr von Nutzvieh in die Region hat jedoch die einheimische Vegetation zerstört. Übermäßige Beweidung führte in einigen Gebieten zu Wüstenbildung und Degradierung des Lebensraums.
Der Schutz und die Bewahrung der empfindlichen, für Al-Ula charakteristischen Biodiversität ist eine der Hauptprioritäten der Kommission für die Wiederherstellung dieses Gebiets. Akazienbäume, die auf diesem Land wachsen, werden im Rahmen des Projekts zur Entwicklung der Vegetation und Wiederherstellung des natürlichen Ökosystems von Al-Ula gepflanzt — mit der Zeit werden die Bäume auch Schatten für die Tiere im Lebensraum bieten.
Inmitten seiner Berge können Besucher historische Gravuren antiker Zivilisationen von Jägern mit Speeren auf Pferden und Kamelen sehen, die religiöse Bedeutung hatten, sowie Petroglyphen alter arabischer Schriften wie der Nabatäischen.
Im Rahmen der fortlaufenden Bemühungen zum Schutz seiner Wildtiere hat die Königliche Kommission für Al-Ula den «Globalen Fonds für den Arabischen Leoparden» gegründet, um sicherzustellen, dass Scharaan den vom Aussterben bedrohten Leoparden sicher und angemessen aufnehmen und ihn vor dem Aussterben bewahren kann. Sein Ziel ist es, die Leopardenpopulation und ihre Beutetiere zu erhalten sowie seinen natürlichen Lebensraum zu schützen.
Im Reservat wird es auch einen Resort geben, dessen Bau bis 2023 erwartet wird.

